Pflanzenkrankheiten vorbeugen

Wie Krankheiten effektiv vorgebeugt werden kann 

Gleich vorneweg: Grundsätzlich gibt es kein sicheres Mittel gegen Krankheiten und Schädlinge bei Pflanzen. In jedem Falle jedoch gibt es einige Tipps und Tricks, die jeder und jede im Garten anwenden kann, um Krankheiten und Schädlinge erst gar nicht einmal viele Chancen zu bieten.  

Den richtigen Dünger auswählen

Es ist ähnlich unserem Immunsystem: Eine im richtigen Ausmaß gedüngte und gepflegte Pflanze bietet sich selbst den besten, eigenen Schutz vor Krankheiten und Schädlingen. Hier bieten natürliche und selbst hergestellte Jauchen einen besonders hochwertigen Dünger. Brennesseljauche erweist sich etwa ganz hervorragend bei Eisen- und Stickstoffmangel, während Beinwelljauche Pflanzen mit einer Extraportion an Kalium versorgt. Mit ihrem hohen Gehalt an wertvoller Kieselsäure macht Ackerschachtelhalmbrühe deine Pflanzen vor allem gegen Pilzbefall widerstandsfähiger. Gegen Pilzerkrankungen empfehlenswert ist darüber hinaus auch die Anwendung von Backpulver und Milchspritzbrühe. Und last but not last gilt ganz allgemein: Weniger ist mehr, denn zu viel an Stickstoff macht Pflanzen nicht nur weicher, sondern damit auch anfälliger für Krankheiten. 

Es Nützlingen im Garten bequem machen

Durch die natürliche Förderung des Ansiedelns von Nützlingen wie Würmern, Igeln und Insekten lassen sich viele Schädlinge bereits von Anfang an dezimieren. Für Würmer empfiehlt sich etwa das Auskleiden von Tontöpfen mit etwas Stroh, Spinnen freuen sich über Spalten in Steingemäuer, Igel fühlen sich besonders durch das Anlegen von schönen Laubhaufen willkommen. Auch manche Vögel gelten als wichtige Nützlinge, denen man es im Garten – etwa durch Vogelhäuser und Trinkstationen – so richtig heimelig machen darf.

Pflanzenstärkungsmittel anwenden 

Eine weitere Option, es Schädlingen schwerer zu machen, deine Pflanzen anzugreifen, kann das Bestäuben mit Gesteinsmehl sein. Methodisch hindert dieses Schädlinge wie Insekten physikalisch daran, die Pflanze zu fressen. 

Bunte Vielfalt fördern

Monokulturen sind nicht nur nicht so schön anzusehen, sie fördern ebenso das Auftreten von Schädlingsproblemen – dies gilt nicht nur für Nutzpflanzen. Durch das Kultivieren von Monokulturen haben Schädlinge leichtes Spiel, da es zu einer Verdrängung ihrer natürlichen Gegenspieler kommt. 

Manche Pflanzen wirken zudem sogar direkt gegen gewisse Arten von Schädlingen: Ameisen etwa scheuen Lavendel, während Knoblauch ganz wirksam Mäuse und Wühlmäuse vertreibt.  

Quellen:
Hensel, Wolfgang et al.: Garten. Das Grüne von GU. Gartenpraxis Schritt für Schritt. München: GU Verlag, 2012.
Kullmann, Folko: Lifehacks Garten. Die besten Kniffe für den Alltag. München: GU Verlag 2018.


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